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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 26. Juli 2010
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Bürgerfragestunde Ein Bürger meldet sich mit folgenden
Fragen zu Wort:
- Wie soll das Naturbad finanziert werden?
- Warum sind die Kosten für eine herkömmliche Sanierung so hoch?
- Welche Kosten sind bislang für beiden Fachbüros (Planstatt Senner sowie
Herr Schmitt von der Wasserwerkstatt) für die Untersuchung eines Naturbads
angefallen?
- Warum gibt es für die Bediensteten der Stadt einen Ausflug. Nach seiner
Kalkulation würden die Kosten mit rund 10.000,- Euro zu Buche schlägt?
Der Vorsitzende nimmt hierzu wie folgt Stellung:
Zu 1.) Das von dem
Bürger hierzu vorgelegte Finanzierungsmodell geht teilweise von nicht
zutreffenden Annahmen aus und bzgl. der jährlichen Belastung nicht richtig.
Die Berechnung geht von einer Kreditfinanzierung über einen Zeitraum von 10
Jahren aus. Der Nutzungszeitraum ist jedoch wesentlich länger, sodass auch die
Finanzierung über einen längeren Zeitraum erfolgt. Darüber hinaus kann an die
Finanzierung eines Naturbades nur dann gedacht werden, wenn die bereits
angesprochenen Zuschüsse auch tatsächlich gewährt werden. Daher darf bei
der Berechnung der jährlichen Belastung auch nur der tatsächliche bei der Stadt
verbleibende Kostenanteil (Baukosten abzgl. erwarteter Zuschüsse) und nicht die
Bruttokosten angesetzt werden. Aus diesem Grund kann derzeit auch noch keine
Entscheidung über die tatsächliche Verwirklichung eines Naturbades getroffen
werden, weil diese letztlich von der Zuschussgewährung abhängig ist. Die Region
Stuttgart lässt derzeit einen Masterplan „Landschaftspark Fils“ erarbeiten. Ein
Naturbad in Wiesensteig hat innerhalb dieses Masterplans als Leuchtturmprojekt
realistische Chancen im Wettbewerb mit anderen Projekten der verschiedenen
Landschaftsparks von der Region Stuttgart entsprechend gefördert zu werden. Die
Erstellung des Masterplans selbst verursacht für die Stadt Wiesensteig keine
Kosten. Der Vorsitzende verdeutlicht noch einmal, oberste Priorität bei allen
Überlegungen ist die dauerhafte Erhaltung des Bades. Problem ist, dass das Bad
aufgrund seines Alters kurzfristig in die Situation kommen kann, dass eine
Sanierung nicht mehr möglich ist. Deshalb wären die derzeit gegebenen
Fördermöglichkeiten bei einem Naturbad von bis zu 62,5 % eine Möglichkeit, das
Bad zu sanieren und somit dauerhaft zu erhalten. Sollte das Naturbad realisiert
werden, ist es nicht auszuschließen, dass die Grund- und Gewerbesteuer um ca. 20
– 30 Prozentpunkte erhöht werden muss.
Zu 2.) Die Kostenschätzung für
eine herkömmliche Sanierung des Bades mit einem Edelstahlbecken wurde vom Büro
Fritz aus Bad Urach erstellt. Das Büro beschäftigt sich seit vielen Jahren
überwiegend mit der Sanierung von Bädern. Die genannten Zahlen basieren aus
Kostenschätzungen vor Ort und den Erfahrungen des Büros von zahlreichen bereits
sanierten und abgerechneten Bädern. In der Gesamtsumme von 2.060.000,- Euro sind
Kosten für ein Edelstahlbecken, den Umbau der Technik, Außenanlagen und ein
neues Betriebsgebäude mit 350.000,- Euro enthalten. Die Auskleidung der Becken
mit einer Folie anstatt eines Edelstahlbeckens verringert die Gesamtkosten um
ca. 80.000,- bis 90.000,- Euro.
Zu 3.) Die bisherigen Vorstellungen der Planstatt Senner und der
WasserWerkstatt sind kostenlos. Wenn heute jedoch eine Auftragserteilung zur
Erstellung der Zuschussanträge erfolgt, werden Kosten anfallen. Generell ist es
insbesondere bei kleinen Kommunen üblich, Fachbüros bei Einzelprojekten hinzu zu
ziehen. Dies ist erfahrungsgemäß günstiger, als das entsprechende Fachwissen
durch Personal vorzuhalten.
Zu 4.) Der Ausflug der Bediensteten hat
deutlich unter tausend Euro gekostet. Darüber hinaus wurde er auf einen Freitag
gelegt, da dieser nur ein halber Arbeitstag ist. Der Vorsitzende hält die
Rahmenbedingungen des Ausflugs für vertretbar, da es sonst keinerlei
Einrichtungen für die Bediensteten gibt. Die Mitarbeiter seien das größte
Kapital einer Kommune, das es zu erhalten und auch zu würdigen gilt. Darüber
hinaus wurde in der Vergangenheit jährlich zwischen einem Wandernachmittag und
einem Ausflug abgewechselt. Ein weiterer Zuhörer erkundigt sich nach der
Wassertemperatur und der Möglichkeit der Zuheizung mit der Wärmepumpe. Der
Einsatz der Wärmepumpe müsste im Zuge des Umbaus zum Naturbad geprüft werden,
derzeit erscheint dies möglich. Der Vorsitzende weist aber darauf hin, dass
Naturbäder in vergleichbaren Höhenlagen problemlos funktionieren.
Aus der Mitte der Zuhörerschaft wird eine Bürgerbefragung zum Thema Naturbad
angeregt, da anscheinend viele Bürger die Finanzierung des Naturbades
bezweifeln. Der Gemeinderat weist ausdrücklich darauf hin, dass heute keine
Entscheidung für den Umbau in ein Naturbad getroffen wird. Heute geht es
lediglich darum zu entscheiden, ob Zuschussanträge gestellt werden oder nicht.
Sollten die Zuschüsse tatsächlich gewährt werden, stellt dies keine
Verpflichtung zum Bau eines Naturbades dar. Allerdings sind die Anträge bis zum
06.09.2010 zu stellen, weshalb die Zeit für diese Entscheidung drängt. Werden
die Zuschussanträge zum jetzigen Zeitpunkt nicht gestellt, besteht aus heutiger
Sicht in naher Zukunft keine Möglichkeit mehr ein solches Projekt zu
verwirklichen. Die Entscheidung über das Naturbad wird erst zu einem späteren
Zeitpunkt fallen. Eine Finanzierung wird auch nur dann möglich sein, wenn dies
vom Landratsamt genehmigt wird.
Ein Gemeinderat bedauert, dass dem Gemeinderat in der Vergangenheit im
Hinblick auf das Freibad Untätigkeit vorgeworfen wurde und der jetzige Versuch,
das Bad zu retten, nicht gewürdigt wird. Er hätte sich gewünscht, dass bei der
Besichtigungsfahrt am vergangenen Samstag nicht nur Befürworter und
Unentschlossene, sondern auch die Kritiker des Naturbades teilgenommen hätten.
Der Vorsitzende fasst nochmals die Kosten und die evtl. möglichen
Förderungen für die folgenden Alternativen
zusammen: Naturbad
ca. 1.500.000,- Euro 62,5
% mögliche Förderung Konventionelle
Sanierung
ca. 2.060.000,- Euro
25 % mögliche Förderung Notwendigste
Sanierungsmaßnahmen (für den 1.
Bauabschnitt, weitere sollten dann folgen) ca. 1.200.000,-
Euro 25 % mögliche
Förderung
Verbandsgeschäftsführer Eugen Gutbrod erläutert im Hinblick auf
die allgemeinen Bedenken in der Bevölkerung hinsichtlich der Finanzierung, dass
zunächst lediglich ein Zuschussantrag gestellt wird. Wenn die Zuschüsse gewährt
werden, dann steht auch fest, wie hoch die Kosten für ein Naturbad sein werden.
Wenn diese Zahlen vorliegen, kann ein Finanzierungsmodell erarbeitet werden.
Dieses muss dann sowohl vom Gemeinderat als auch vom Landratsamt genehmigt
werden. Insofern sind bis zur letztendlichen Entscheidung über die
Verwirklichung eines Naturbades noch etliche Schritte und Kontrollinstanzen zu
überwinden.
Protokollbekanntgabe Der Vorsitzende gibt das
Protokoll der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung bekannt.
Zukunft des „Wiesensteiger Tälesbades“ - Weitere
Vorgehensweise - Entscheidung über die Beantragung von
Zuschüssen Der Vorsitzende verweist auf die
Bürgerinformationsveranstaltung am 19.07.2010 und die Besichtigungsfahrt zum
Naturbad in Niederalfingen am 24.07.2010 hin. An der Besichtigungsfahrt haben 31
Personen teilgenommen. Die für diesen Tagesordnungspunkt vorgesehene
Diskussion wurde bereits im Rahmen der Bürgerfragestunde geführt, weshalb nun
über die Beantragung von Zuschüssen für das Naturbad entschieden werden
soll. Bei der anschließenden Abstimmung spricht sich der Gemeinderat
einstimmig dafür aus, Fördermittel aus dem Programm „Nachhaltiger Tourismus“ (25
% Zuschuss) zu beantragen und zeitgleich an dem Wettbewerb des Landschaftsparks
Fils teilzunehmen, dessen Gewinner bis zu 50 % der anderweitig nicht gedeckten
Projektkosten gefördert bekommt. Die Teilnahme am Wettbewerb des
Landschaftsparks Fils muss bis zum 06.09.2010 erfolgen. Der Gemeinderat
erteilt dem Büro Planstatt Senner in Zusammenarbeit mit dem Büro WasserWerkstatt
einstimmig den Auftrag für die Erstellung der
Wettbewerbsunterlagen.
Bericht über die
Kulturausschuss-Sitzung vom 20.07.2010 Die Verwaltung berichtet über die
Kulturausschuss-Sitzung vom 20.07.2010:
Rückblick auf das
Veranstaltungsjahr 2009: Im Jahr 2009 wurden insgesamt 5 Veranstaltungen
mit insgesamt 1.282 Besuchern durchgeführt. Dies ergibt eine durchschnittliche
Besucherzahl von 256 je Veranstaltung. Das Veranstaltungsjahr schließt mit einem
Überschuss von 2.356,62 Euro ab. Der Gemeinderat nimmt das Ergebnis zur
Kenntnis.
Erarbeitung des Veranstaltungsprogramms
2011: Das Jahr 2011 steht im Zeichen der Feierlichkeiten anlässlich „1150
Jahre Wiesensteig“. Der Arbeitskreis 1150 Jahre Wiesensteig hat bereits
zahlreiche Veranstaltungen für das kommende Jahr geplant. Aufgrund dieser
zusätzlichen Angebote, soll die Anzahl der städtischen Veranstaltungen im
nächsten Jahr reduziert werden. Dem Vorschlag des Kulturausschusses für
das Veranstaltungsjahr 2011 stimmt der Gemeinderat einstimmig
zu: Gerhard Polt Caledonix – Schottische
Musik „Musik zur Kaffeestunde“ mit dem Geislinger
Salonorchester Lieder und Theater für Kinder „Heute feiern wir ein
Fest“
Stellungnahme zu Bauanträgen a) Bläsiberg 2,
Bauvoranfrage Der Gemeinderat befürwortet die Bauvoranfrage mit dem
Neubau einer Reithalle, Roundpen, Offenstall und Reitplatz.
b)
Hauptstraße 5/1 Dem Bauantrag auf Anbau einer Außentreppe, Einbau
eines Tores, Anbringung einer Fassadenbekleidung am Westgiebel an bestehender
Scheune wird zugestimmt.
Verschiedenes - Die Lebendige
„mittelalterliche“ Stadtführung findet im nächsten Frühjahr am 15. und
16.04.2011 statt. - Der Vorsitzende teilt mit, dass der Schulverband
Oberes Filstal der von Wiesensteig vorgeschlagenen Kostenvereinbarung
zugestimmt hat. Darüber hinaus informiert er, dass es in Deggingen keine
Trennung zwischen der Schulleitung der Werkrealschule und der Grundschule geben
wird, so die Mitteilung vom Schulamt. Die Stelle der Schulleitung in Wiesensteig
wurde am 06.07.2010 ausgeschrieben, das Verfahren ist somit angestoßen. -
Eine voraussichtliche Bedarfsabfrage bei den Schülern der Hauptschule hat
ergeben, dass 4 - 5 Schüler Interesse an einem Mittagstisch haben. Die
Umsetzung bzw. Ausgabe des Essens muss noch geklärt werden. - Aus der Mitte
des Gemeinderates wird vorgeschlagen, die Schließtage im Kindergarten zu
reduzieren. Der Vorsitzende wird dies mit der Kindergartenleitung
besprechen. - Am 05.09.2010 um 10 Uhr findet im Ev. Gemeindezentrum der
Einführungsgottesdienst des neuen evangelischen Pfarrers, Herrn Jörg
Schaber, statt. Hierzu ergeht eine herzliche Einladung. - Zum
Autobahnausbau der A8 -Albaufstieg- informiert der Vorsitzende, dass der
Bund beabsichtigt, eine weitere Untersuchung über die Finanzierung in Auftrag zu
geben. Angedacht ist eine Finanzierung über Öffentliche Private Partnerschaften
(ÖPP), da im Bundeshaushalt keine Mittel zur Verfügung stehen. Ergebnisse sollen
Ende 2011 vorliegen. Weitere Gespräche mit der Deutschen Bahn AG über die
Schnellbahntrasse sind für Ende September 2010 vorgesehen. - Eine Rückmeldung
der Katholischen Kirche zum Anschreiben der Stadt bezüglich ihres weiteren
Engagements in der Jugendarbeit (Jugendtreff Barrio) liegt noch nicht
vor. Die Verwaltung wird erneut nachfragen. - Ein Gemeinderat macht darauf
aufmerksam, dass beim Wiesensteiger Geopfad eine Tafel beschädigt ist.
Dies ist die 5. von insgesamt 10 Tafeln, die seit Bestehen des Geopfads erneuert
werden muss. In diesem Zusammenhang wird auch darüber berichtet, dass dies ein
generelles Problem im gesamten Helfensteiner Land ist, da auch in anderen Orten
Schilder abmontiert oder mutwillig beschädigt werden. - Auf
Anfrage erläutert der Vorsitzende, dass es für das Herrichten der Grünflächen
im Ort (insb. auch für die Pflanzflächen in der Bergstraße) verschiedene
Alternativen gibt. Nach kurzer Diskussion verständigt sich der Gemeinderat
darauf, dass eine Entscheidung nach der Sommerpause getroffen werden
soll. - Ein Gemeinderat ärgert sich über Hundekot auf dem
Friedhof. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein großes Ärgernis, sondern
über nicht zu akzeptierende Missachtung der Würde dieses Ortes. Abgesehen davon
ist es auch nach der Friedhofsordnung nicht erlaubt, Hunde auf den Friedhof
mitzuführen. Bisher wurden bereits zahlreiche Maßnahmen wie zusätzliche
Hundetoiletten und Anschreiben aller Hundehalter durchgeführt. Die Verwaltung
wird einen Hinweis im Mitteilungsblatt
veröffentlichen.
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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 5. Juli 2010
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Protokollbekanntgabe Der Vorsitzende gibt das Protokoll der letzten
öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Die offizielle Übergabe
des neuen Rüstwagens der Feuerwehr soll nunmehr am 19.09.2010 stattfinden.
Zukunft des Freibads – Vorstellung verschiedener
Alternativen - Konventionelle Sanierung - Naturerlebnisbad Der
Gemeinderat beschäftigt sich bereits seit geraumer Zeit mit der Zukunft des
Wiesensteiger Tälesbades. Nachdem die letzte große Sanierung des Bades im Jahr
1976 erfolgt ist, steht in den kommenden Jahren die Erneuerung des technischen
Bereichs an. Aufgrund der allgemein schwierigen finanziellen Lage wurden von
Seiten des Gemeinderates verschiedene Überlegungen angestellt: - eine
kurzfristige Sanierung, wenn Reparaturen anstehen - eine konventionelle
Sanierung - ein Naturerlebnisbad mit natürlicher Wasseraufbereitung ohne
Chlor und einer naturnahen Gestaltung
Für die konventionelle Sanierung
des Bades wurde eine Studie zur Kostenermittlung in Auftrag gegeben. Diese wurde
vom Büro Fritz aus Bad Urach angefertigt. Als Ergebnis werden die Kosten bei
Berücksichtigung eines empfohlenen Edelstahlbeckens auf ca. 2.060.000,- Euro
beziffert. Die Investitionskosten für ein Naturbad sind nach angaben
verschiedener Büros um ca. 20 – 30 % geringer; ferner wird davon ausgegangen,
dass die Unterhaltungs- und Betriebskosten dauerhaft gesenkt werden können.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass 25 % über das Landesförderprogramm
„Nachhaltiger Tourismus“ und von den verbleibenden 75 % die Hälfte vom Verband
Region Stuttgart gefördert wird. Somit würde bei der Stadt ein Eigenanteil in
Höhe von 37,5 % verbleiben.
Frau Grob von der Planstatt Senner aus
Überlingen ist bei der heutigen Sitzung anwesend und stellt zunächst das
Büro Planstatt Senner vor. Das Büro ist derzeit auch im Auftrag der Region
Stuttgart mit der Erarbeitung eines Masterplans für den Landschaftspark Fils
befasst. Der Landschaftspark Fils umfasst 16 Kommunen entlang der Fils, von
Wiesensteig bis Plochingen. In einem Masterplan sollen mögliche Projekte in
dieser Region entwickelt werden. Die Projekte werden unter gewissen
Voraussetzungen vom Verband Region Stuttgart gefördert. Ein Naturbad in
Wiesensteig würde optimal in eine solche Konzeption passen und wäre auch
förderfähig. In einer ersten Bestandsanalyse wird dem Bad eine gute
Grundstruktur der Außenanlagen mit einer sehr attraktiven Einbindung in die
Landschaft bescheinigt. Durch die Lage direkt an der Fils, bestünde die
Möglichkeit, die Fils als Spielbereich für Kinder in das Bad einzubinden. Für
Wiesensteig wäre ein Naturbad ein Alleinstellungsmerkmal in der gesamten Region
und ein Leuchtturmprojekt sowohl im Landschaftspark Fils als auch im
Landschaftspark Albtrauf. Die verschiedenen Bereiche der Außenanlagen
(Beachvolleyball-Feld, Tischtennisplatte, Ruhebereich, Kinderspielbereich etc.)
könnten im Rahmen einer Neugestaltung optimiert und freundlicher ausgestaltet
werden. Frau Grob stellt hierzu verschiedene Alternativen vor, auch im
Hinblick auf die Lage der Regenerationsbecken.
Herr Schmitt vom Büro Wasserwerkstatt aus Bamberg ist bei der heutigen
Sitzung ebenfalls anwesend und erläutert verschiedene mögliche Planungsvarianten
für ein Naturbad in Wiesensteig. Eine veraltete Bausubstanz sowie nutzungs- und
altersbedingte Mängel und Schäden machen eine Sanierung des Freibades in den
nächsten Jahren unumgänglich. Mit dem Umbau in ein Naturbad könnte die
Attraktivität des Bades deutlich gesteigert und die Betriebs- und
Unterhaltungskosten gesenkt werden. Herr Schmitt weist ausdrücklich darauf hin,
dass in einem Naturbad die Sichttiefe bis auf den Grund möglich ist. Eine 25
m–Bahn für Schwimmer kann in jedem Fall erhalten bleiben. Die vorhandene
Wärmepumpe kann im Frühjahr bei Bedarf zusätzlich zur Erwärmung des Wassers
genutzt werden. Die Planung eines Naturbades könnte wie folgt aussehen: -
Aktionsbereiche: Erweiterung um einen gekiesten Strandbereich als flacher Zugang
zum Nichtschwimmerbereich mit Findlingen und Quellsteinen, Nichtschwimmerbereich
mit Breitwellenrutsche - Schwimmerbereich zum Bahnenschwimmen mit
Sprunganlage - Kinderspielbereich, Einfassung aus Natursteinblöcken,
gepflasterter Bachlauf - Liegestrände, Rasenliegeflächen und Holzdecks -
Wasseraufbereitungsbereich mit verschiedenen Filtertechniken (Neptunfilter,
Aquakultur und Seerosen etc.)
Aus Erfahrungen berichtet Herr Schmitt, dass ein Naturerlebnisbad zu einer
deutlichen Attraktivitätssteigerung und somit auch zu einer Erhöhung der
Besucherzahlen führt. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass der
Kostendeckungsgrad eines Naturbades im Vergleich zu einem herkömmlich sanierten
Bad deutlich höher ist. Zum weiteren Vorgehen berichtet der Vorsitzende, dass
am Montag, dem 19.07.2010 eine Bürgerinformationsveranstaltung im Schloss zum
Thema Naturbad stattfindet. Die Planstatt Senner und die WasserWerkstatt werden
über das Thema Naturbad informieren. Der Einwohnerschaft wird das Recht und die
Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen. Darüber hinaus soll am Samstag, dem
24.07.2010 eine Besichtigungsfahrt zum Naturbad in Niederalfingen stattfinden.
Interessierte können sich dann vor Ort ein Bild von einem Naturerlebnisbad
machen und sich entsprechend informieren lassen. In der anschließenden
Diskussion wird darauf aufmerksam gemacht, dass bislang noch keine Entscheidung
für oder gegen den Umbau in ein Naturbad erfolgt ist. Die vorgestellten
Planungen sind Ideen und erste Gedanken, eine Entscheidung für ein Naturbad
wurde bislang noch nicht getroffen. Der Gemeinderat ist mehrheitlich der
Ansicht, dass die Fördermöglichkeiten eine einmalige Chance für die Stadt
darstellen, um das Bad für die Zukunft sanieren zu können. Darüber hinaus wird
in einem Naturbad eine touristische Attraktion gesehen, die ein
Alleinstellungsmerkmal in der Region darstellt. Ein Gemeinderat erinnert an
die Spende der Bürger, die für eine Abdeckung im Freibad gesammelt haben.
Zwischenzeitlich wurde die Spende für energetische Maßnahmen umgewidmet. Die
Spende soll auf jeden Fall dem Freibad zugute kommen. Mit Zustimmung des
Gemeinderates werden Fragen aus der Zuhörerschaft zugelassen.
Auf Anfrage
eines Zuhörers wird mitgeteilt, dass die Wassertemperatur bei einem Naturbad dem
eines beheizten Bades entspricht. Bei entsprechenden Außentemperaturen können
sogar höhere Werte erreicht werden. Bei geringeren Temperaturen zu Beginn der
Badesaison kann zusätzlich mit der Wärmepumpe geheizt werden. Ebenfalls
angesprochen wird das Problem der Finanzierung, da eine Sanierung des Bades wohl
nur mit der sich momentan anbietenden Förderung möglich sein wird. In den
Nachbargemeinden Gruibingen und Westerheim würden ebenfalls Bäder unterhalten
und saniert. Der Vorsitzende berichtet, dass auch diese Bäder nur mit einer
Förderung saniert werden konnten. Hinzu kommt, dass diese für das Schulschwimmen
zur Verfügung stehen. Darüber hinaus weist der Vorsitzende nochmals darauf
hin, dass eine 25m-Bahn erhalten bleiben soll und die Wasserqualität wie in
einem herkömmlichen Bad vom Gesundheitsamt kontrolliert und überwacht
wird.
Haushaltserlass für das Jahr 2010 Verbandsgeschäftsführer
Eugen Gutbrod ist bei der heutigen Sitzung anwesend und berichtet über den
vorliegenden Haushaltserlass für das Jahr 2010. Die Rechtmäßigkeit des
Haushalts wird bestätigt, aber ein Teil der Mittel, die über Kredite finanziert
werden, müssen auf das Notwendigste reduziert werden. Von der beantragten
Kreditaufnahme in Höhe von 200.000,- Euro werden daher lediglich 142.000,- Euro
genehmigt. Im Rahmen einer Haushaltskonsolidierung müssen somit Mittel
eingespart bzw. Mehreinnahmen (u. a. werden vom Landratsamt die Erhöhung der
Hebesätze genannt) geschaffen werden. Dies gilt auch für den Fall, dass die
Finanzierung des Eigenanteils der Stadt für ein Naturbad anstehen sollte. Der
Vorsitzende weist darauf hin, dass die finanzielle Lage der Kommunen derzeit
überall schlecht ist und auf Bundesebene bereits nach Möglichkeiten einer
Unterstützung der Kommunen gesucht wird. Ein Gemeinderat erkundigt sich, wie
trotz schlechter Finanzprognose eine Finanzierung des Naturbades erfolgen
könnte. Es wird davon ausgegangen, dass durch höhere Besucherzahlen,
bürgerschaftliches Engagement und einen geringen Verbrauch an Wasser und
Chemikalien der Abmangel reduziert werden kann. Auch eine Anhebung der Hebesätze
zur teilweisen Finanzierung müsse in diesem Zusammenhang diskutiert werden.
Andere geplante Investitionen wie bspw. die Sanierung der Helfensteinstraße oder
von der Stadt zu finanzierende Maßnahmen im Rahmen des „Entwicklungsprogramms
Ländlicher Raum“ müssten in diesem Fall auf spätere Jahre verschoben werden.
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass man sich momentan in einem
Entscheidungsprozess befindet. Zunächst müsse die Entscheidung getroffen werden,
ob man ein Naturbad verwirklichen möchte oder nicht. Ob und in welcher Form dann
eine Finanzierung möglich ist, hängt wiederum von der Gewährung von Zuschüssen
ab. Mit welchen finanziellen Konsequenzen und Auswirkungen im Rahmen dieser
Finanzierung zu rechnen ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt
werden, weshalb derzeit auch kein detaillierter Finanzierungsplan aufgestellt
werden kann. Im Vordergrund steht der Erhalt des Bades; daher möchte man die
Bevölkerung frühzeitig in den Entscheidungsprozess einbinden. Der
Gemeinderat nimmt den Haushaltserlass für das Jahr 2010 zur Kenntnis.
Verschiedenes - Die diesjährige Sportlerehrung findet am
Mittwoch, dem 21.07.2010 im Residenzschloss Wiesensteig statt. - Die
Übergabe des neuen Rüstwagens an die Feuerwehr wird vom 12.09. auf den
19.09.2010 verschoben. - Ein Mitglied des Gremiums schlägt vor, an der
Einmündung zur Westerheimer Straße aus Richtung Seltelstraße einen
Verkehrsspiegel anzubringen. Von einer Anbringung im dortigen Bereich wird
jedoch abgesehen.
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Bericht über die Gemeinderatssitzung am 7. Juni 2010
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Protokollbekanntgabe Der Vorsitzende gibt das Protokoll der letzten
öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung vom 19.04.2010 und der letzten
öffentlichen Sitzung vom 17.05.2010 bekannt.
Bericht über die Bauausschuss-Sitzung vom 28.04.2010 Die Verwaltung
berichtet über die Bauausschuss-Sitzung vom 28.04.2010: - Die
Kirchhofmauer ist dringend sanierungsbedürftig. Hier lösen sich die auf
dem Mauerwerk aufgesetzten Tuffsteinplatten. Um nicht die gesamte Mauer neu
aufbauen zu müssen, wird vorgeschlagen, eine dünne Abdeckplatte aus Tuffstein
oder Travertin aufzubringen. Eine Fachfirma wird hierzu ein Angebot
unterbreiten. - Der Spitalgarten soll nach wie vor als kleine Grünoase
im Ortskern erhalten bleiben. Die vorgeschlagene Anlegung von Parkplätzen wird
nicht weiterverfolgt. Stattdessen möchte man den Platz durch eine Neubepflanzung
attraktiver gestalten. Ein Angebot des Christlichen Jugenddorfes liegt bereits
vor. Im Hinblick auf die Neu- bzw. Umgestaltung von Grünflächen wird
vorgeschlagen, vor dem Gebäude Westerheimer Straße 16 den Grünbereich neu
einzusäen und die Blumentröge zu entfernen. Für die Neugestaltung der
Grünflächen in der Unteren Bergstraße liegt ein Angebot vor, das derzeit geprüft
wird. Auf der Fläche entlang der Friedhofmauer sollen die Baumstümpfe
herausgefräst und Rasen eingesät werden. Aus der Mitte des Gemeinderates wird an
einen Beschluss erinnert, wonach die Friedhofmauer durch eine entsprechende
Bepflanzung attraktiver gestaltet werden sollte. Die Verwaltung wird dem
Gemeinderat hierzu einen Vorschlag unterbreiten. - An folgenden Standorten
werden zusätzliche Hundetoiletten aufgestellt: am Beginn des Radweges in
Richtung Mühlhausen, im Spitalgarten, am Beginn des Freibadweges in der
Seestraße aus Richtung Freibad. - Im Rahmen der Kleinen Verkehrsschau
wurden verschiedene Verkehrsprobleme angesprochen. Der Bauausschuss spricht sich
dafür aus, gegenüber der Einfahrt zum Schloss und beim Gasthaus „Zum See“ keinen
Verkehrsspiegel anzubringen. Um dem Verkehrsteilnehmer die Straßenführung im
Bereich der Hauptstraße/Abzweigung Seestraße zu verdeutlichen, soll der
Mittelstreifen neu aufgemalt werden. Nach den Vorschriften der
Straßenverkehrsordnung darf beim Parken eine Mindestbreite von 3,0 m nicht
unterschritten werden. Dies gilt auch für Seitengassen, weshalb von einer
zusätzlichen Beschilderung abgesehen wird. Ein Gemeinderat berichtet in
diesem Zusammenhang, dass die Einmündung der Bahnhofstraße in die Hauptstraße
eine Gefahrenstelle darstellt. Der Vorsitzende sagt zu, diesen Bereich bei der
nächsten Verkehrsschau erneut zu besichtigen. Die vom Landratsamt angeordnete
und umgesetzte Verkehrsregelung im Bereich der Einmündung
Bergstraße/Sommerbergstraße birgt nach wie vor die Gefahr von Unfällen. Durch
einen Holzzaun wird die Einsicht in den Kreuzungsbereich aus Richtung der
Bergstraße deutlich erschwert. Eine andere Zaungestaltung (bspw. ein
Maschendrahtzaun) würde für wesentlich bessere Sichtverhältnisse sorgen. Sollte
es zu weiteren verkehrlichen Vorkommnissen im dortigen Bereich kommen, möchte
man sich mit dem Grundstückseigentümer in Verbindung setzen. Der
Gemeinderat stimmt den Vorschlägen des Bauausschusses
zu.
Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2010 – Beratung und
Verabschiedung Der Vorsitzende weist eingangs darauf hin, dass sich die
aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung zur Haushaltskonsolidierung
zwangsläufig auch auf die Gemeinden auswirken werden. In den kommenden Jahren
wird mit drastischen finanziellen Einschnitten zu rechnen
sein. Verbandsgeschäftsführer Eugen Gutbrod ist bei der heutigen Sitzung
ebenfalls anwesend und erläutert die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan für das
Jahr 2010. Eine Vorberatung des Haushaltsplanentwurfs hat am 26.04.2010 im
Verwaltungsausschuss stattgefunden, Änderungen waren nicht erforderlich. Auf
die wichtigsten Ansätze im Verwaltungshaushalt und im Investitionsprogramm wird
kurz eingegangen: Ein Kostenschlüssel für die Nutzung von Schulräumen in
Wiesensteig durch die Werkrealschule wird derzeit erarbeitet. Ein entsprechender
Vorschlag der Stadt Wiesensteig wird in der Verwaltungsratssitzung des
Schulverbands am 09.06.2010 verhandelt. Im Einzelplan 9 wirkt sich der
Rückgang des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer im Vergleich zur
Finanzplanung im Haushalt 2009 mit rund 167.000,- Euro drastisch aus. Dies ist
ein wesentlicher Grund für die Negativzuführung im Haushaltsjahr 2010 in Höhe
von 140.000,- Euro. Dies wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen: Nach der
Finanzplanung ist mittelfristig mit folgenden Negativzuführungen zu rechnen:
2011: 280.000,- Euro, 2012: 310.000,- Euro und im Jahr 2013: 280.000,-
Euro. Die Baugebiete Schakental und Schöntal, die bislang außerhalb des
Haushalts finanziert wurden, müssen nunmehr in den Gemeindehaushalt übernommen
werden. Beim Baugebiet Schakental geht man derzeit von Mehrausgaben in Höhe von
289.000,- Euro aus, beim Baugebiet Schöntal mit Mehreinnahmen in Höhe von
131.000,- Euro. Zinsausgaben sind hierbei nicht berücksichtigt. Der
Haushaltsplan für das Jahr 2010 schließt mit Einnahmen und Ausgaben von je
6.555.638,- Euro, davon im Verwaltungshaushalt 4.391.638,- Euro und im
2.164.000,- Euro im Vermögenshaushalt ab. Von einer Genehmigung des
Haushalts wird aufgrund vorhandener Ersatzdeckungsmittel (Allgemeine
Rücklagenmittel und Grundstückserlöse) ausgegangen. Der Vorsitzende weist
darauf hin, dass die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre eine entsprechende
Rücklagenzuführung ermöglicht habe, ohne die die heutige Finanzsituation der
Stadt wesentlich schlechter wäre. Der Gemeinderat ist sich einig, dass der
finanzielle Spielraum in den kommenden Jahren sehr eng sein wird und weitere
Sparmaßnahmen kommen müssen. Der Gemeinderat beschließt bei 1 Enthaltung
aufgrund von § 79 GemO für Baden-Württemberg die Haushaltssatzung mit
Haushaltsplan 2010.
Bestellung von Herrn Bürgermeister Gebhard
Tritschler zum Eheschließungsstandesbeamten Der Gemeinderat beschließt
einstimmig, Herrn Bürgermeister Tritschler mit sofortiger Wirkung zum
Eheschließungsstandesbeamten der Stadt Wiesensteig zu
bestellen.
Bestellung von Herrn Bürgermeister Gebhard Tritschler zum
Ratschreiber Der Gemeinderat beschließt einstimmig, Herrn Bürgermeister
Gebhard Tritschler mit sofortiger Wirkung zum Ratschreiber der Stadt Wiesensteig
zu bestellen.
Stellungnahme zu Bauanträgen Schlossergasse 6,
Wohnhausumbau Der Gemeinderat erteilt dem Bauantrag, wie in der letzten
Sitzung am 19.04.2010, sein Einvernehmen. Errichtung eines
Technikcontainers mit Funkantenne an einer bestehenden Windkraftanlage
Der Vorsitzende informiert, dass die Vermögen und Bau Baden-Württemberg,
die Genehmigung zur Errichtung eines Technikcontainers mit Funkantenne an einer
bestehenden Windkraftanlage im Gewann Raller vom Landratsamt erhalten
hat. Seestraße 62, Dachplatten Von Seiten des Gemeinderates
bestehen keine Bedenken gegen eine neue Dacheindeckung mit dunkelblauen matten
Dachplatten.
Verschiedenes:
- Die diesjährige Sportlerehrung wird auf Mittwoch, den 21. Juli 2010
um 18.30 Uhr festgelegt.
- Der Vorsitzende berichtet, dass der Feldweg auf dem Bläsiberg und
der Weg im Schöntal Richtung Skilifte spätestens bis zu den
Sommerferien hergerichtet werden.
- Auf Anfrage des Vorsitzenden erklärt das zuständige Ingenieurbüro, dass
sie derzeit weitere mögliche Ursachen für die Geruchsbelästigung des
Kanals im Schöntal untersuchen.
- Der Weg am Honigberg wurde vom Bauhof fertig gestellt. Der neue Weg
wird erfreut zur Kenntnis genommen.
- Der neue Rüstwagen für die Feuerwehr ist zwischenzeitlich
abholbereit. In Absprache mit der Feuerwehr ist vorgesehen, eine offizielle
Übergabe mit Segnung des Fahrzeugs durchzuführen.
- Die Einweihung des Geopfades wird auf Freitag, den 9. Juli 2010,
17.00 Uhr, verlegt.
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Bericht über die Gemeinderatssitzung am 19. April 2010
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Protokollbekanntgabe Der Vorsitzende gibt das Protokoll der letzten
öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Die schriftliche
Genehmigung der Werkrealschule Deggingen-Wiesensteig liegt
zwischenzeitlich vor. In der letzten Besprechung des Schulverbands wurde der
Raumbedarf der Werkrealschule in Wiesensteig festgelegt. Auf dieser Grundlage
erfolgt nun die Festlegung einer Miete. Die Stelle der künftigen Schulleitung
wird ausgeschrieben; Sitz der Schulleitung wird Deggingen sein. Ob der künftige
Konrektor seinen Sitz in Wiesensteig oder in Deggingen hat, ist derzeit noch
unklar. Ein Austausch der Lehrer von Deggingen nach Wiesensteig und
umgekehrt ist grundsätzlich möglich. Auf Anfrage berichtet der Vorsitzende,
dass die künftige Klasse 1 und 2 in der Grundschule getrennt unterrichtet
werden.
Bericht über die Tourismusausschuss-Sitzung am
31.03.2010 Der Vorsitzende berichtet über die Tourismusausschuss-Sitzung
am 31.03.2010:
- Dem Ausschuss wurden die geplanten Feierlichkeiten anlässlich der 1150
Jahr-Feier im Jahr 2011 kurz vorgestellt.
- Der Arbeitskreis Lebendige Stadtführung plant anlässlich dieses Jubiläums
eine Kult-ur-Nacht durchzuführen. Dabei sollen in besonderen Gebäuden
im Ort Lesungen stattfinden.
- Die Fremdenverkehrsgemeinschaft Helfensteiner Land hat sich neu
aufgestellt. 1. Vorsitzender ist BM Gerhard Ueding, 2. Vorsitzender OB
Wolfgang Amann, Kassierer: BM Gebhard Tritschler. Die Geschäftsstelle wird von
Herrn Thomas Straub und Herrn Herbert Saum geführt. Es wird davon ausgegangen,
dass Herr Saum im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin Projekte im
Helfensteiner Land leitet.
- Der Termin für die Einweihung des Wiesensteiger Geopfads muss
verschoben werden. Es wurde festgestellt, dass dort ein Wanderfalkenpaar
brütet, weshalb das Landratsamt den Weg bis zum 30.06.2010 gesperrt hat. Als
neuer Termin wird nun Freitag, der 02.07.2010 anberaumt.
- Ein Gemeinderat ist der Ansicht, dass der Termin für das geplante
Stadtfest im Handwerkerviertel Ende September zu spät ist. Für ein
Straßenfest unter freiem Himmel seien zu dieser Jahreszeit die Temperaturen zu
kühl. Der Termin soll bei der nächsten Besprechung des Arbeitskreises 1150
Jahre Wiesensteig nochmals überdacht werden.
Satzung zur Änderung der Friedhofsordnung Die Europäische
Dienstleistungsrichtlinie muss in allen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Damit
sollen Beschränkungen der Niederlassung von ausländischen Dienstleistern bzw.
das Erbringen von Dienstleistungen durch ausländische Dienstleister im
nationalen Recht aufgefunden und beseitigt werden. Die Überprüfung der
Friedhofsordnung hat ergeben, dass der § 8 Gewerbliche Arbeiten zu ändern ist.
Der Gemeinderat beschließt einstimmig, die nachfolgend abgedruckte
Satzung zur Änderung der Friedhofsordnung.
Wahl eines Mitglieds des Gemeinderates für die Vereidigung und
Verpflichtung des neuen Bürgermeisters Gemäß § 42 Abs. 6 GemO vereidigt
und verpflichtet ein vom Gemeinderat gewähltes Mitglied den Bürgermeister in
öffentlicher Sitzung im Namen des Gemeinderates. Der Gemeinderat wählt
einstimmig die 1. Stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Bückle, welche die
Vereidigung und Verpflichtung des neuen Bürgermeisters Gebhard Tritschler
vornehmen soll.
Stellungnahme zu Bauanträgen Waisengasse 2,
Dachgaube Der Gemeinderat stimmt dem Bauantrag auf Einbau einer
Satteldachgaube am bestehenden Wohnhaus zu. Westerheimer Straße 2,
Dachgaube Dem Baugesuch auf Einbau einer Schleppdachgaube und eines
Balkons im bestehenden Wohnhaus erteilt der Gemeinderat sein
Einvernehmen. Rechbergweg 8, Bauvoranfrage für einen Wohnhausneubau und
Carport Die Bauherrschaft reicht eine Bauvoranfrage für einen
Wohnhausneubau und einen Carport ein. 2 Bestehende Schuppen sollen dann
abgerissen werden. Der Gemeinderat erteilt hierzu sein Einvernehmen,
vorbehaltlich einer positiven Zustimmung durch das
Landratsamt. Schlossergasse 6, Wohnhausumbau Der Gemeinderat stimmt
dem Baugesuch auf Wohnhausumbau zu.
Verschiedenes - Die
Verwaltung legt dem Gemeinderat die öffentliche Offene-Punkte-Liste vor
und berichtet über den jeweiligen Stand des Verfahrens. - Folgende
Sitzungstermine werden festgelegt: Verwaltungsausschuss: Montag,
26.04.2010 um 19.00 Uhr Bauausschuss: Mittwoch, 28.04.2010 um 17.00
Uhr - Auf Anfrage berichtet der Vorsitzende, dass für die Genehmigungen von
Festen auf der Festwiese der Burgruine Reußenstein die Gemeinde
Neidlingen zuständig ist. - Anlässlich der letzten
öffentlichen Gemeinderatssitzung von Herrn Bürgermeister Apelt, würdigt
StRin Gudrun Bückle seine Verdienste und überreicht ihm im Namen des
Gemeinderates ein Bildgeschenk.
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Bericht über die Gemeinderatssitzung am 29. März 2010
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Bürgerfragestunde Bei der heutigen Gemeinderatssitzung sind keine
Bürger anwesend.
Protokollbekanntgabe Der Vorsitzende gibt das
Protokoll der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Im
Nachgang zur letzten Sitzung berichtet der Vorsitzende, dass die Spende des VdKs
für das Kriegerdenkmal eingegangen ist. Bei der Spende der Fa. Arnold handelt es
sich um eine Sachspende für Plastikelefanten, die bei der CMT und der Lebendigen
Stadtführung ausgegeben werden.
Jugendtreff Barrio Herr
Reichersdorfer vom Christlichen Jugenddorf (CJD) ist bei der heutigen Sitzung
anwesend und berichtet über den Jugendtreff Barrio, der seit Herbst 2009
überwiegend vom CJD betreut wird. Praktikanten, die ein freiwilliges Soziales
Jahr (FSJ) im CJD absolvieren, werden neben ihrer Haupttätigkeit im CJD auch im
Jugendtreff Barrio eingesetzt, so dass verlässliche Öffnungszeiten angeboten
werden können. In der Ferienzeit wird die Betreuung des Jugendtreffs durch einen
Zivildienstleistenden sichergestellt. Neben den FSJ-Praktikanten sollen auch
weiterhin ehrenamtlich Tätige mithelfen. Eine pädagogische Fachkraft berät das
Team, hierzu finden 14tägige Treffen statt. Das Barrio soll ein unverbindlicher,
nicht kommerzieller Treffpunkt mit geregelten Strukturen für Kinder ab 10 Jahren
sowie Jugendliche und junge Erwachsene bis 20 Jahren sein. Die Angebote richten
sich an Kinder und Jugendliche aus Wiesensteig und Umgebung, unabhängig von
ihrer sozialen oder nationalen Herkunft. Der Jugendtreff soll den Kindern und
Jugendlichen die Möglichkeit bieten, ihre Freizeit sinnvoll selbst zu gestalten
oder die Angebote des Barrio zu nutzen. Sie sollen den Ablauf und die Angebote
aktiv mitgestalten und mitverantworten. Das Barrio bietet folgende Inhalte und
Angebote: - Offene Angebote (normale Öffnung des Barrio mit
Bistrobetrieb) - Thematische Angebote (Filmabende etc.) - Gruppenangebote
(Sport und Spiel in Gruppen etc.) - Partizipation / Mitverantwortung der
Jugendlichen (Mitwirkung bei der inhaltlichen Gestaltung von Angeboten
etc.) Die Öffnungszeiten für Jüngere sind montags, mittwochs und freitags in
der Zeit von 15 bis 18 Uhr, für Ältere in der Zeit von 18 bis 20 bzw. 22 Uhr und
samstags in der Zeit von 20 bis 23 Uhr. Eine Besucherstatistik zeigt, dass das
Interesse insbesondere bei den Jüngeren groß ist. Erste Erfahrungen haben
gezeigt, dass die Kinder gerne in den Jugendtreff kommen. Die Besucherzahlen
könnten zwar durchaus höher sein, liegen aber nach Auskunft des Kreisjugendamtes
im Vergleich zu anderen Gemeinden im üblichen Rahmen. Diese Form der
Jugendarbeit wird auch bei niedrigen Besucherzahlen als sehr wichtig eingestuft.
In der Schule soll weiterhin mit Flyern geworben werden, um die Jugendlichen
über den Jugendtreff und dessen Veranstaltungen zu informieren. Mit speziellen
Angeboten möchte man gezielt mehr Mädchen ansprechen. Das Projekt „JAMP“ –
Jugendarbeit mit Profil des Kreisjugendamtes Göppingen wird die
Trägergemeinschaft des Jugendtreffs auch weiterhin beraten. Hierzu sollen
jährlich 2 Treffen mit dem Betreiber und den Betreuern stattfinden. Am
10.04.2010 ist ein Informationstag für alle Interessierten geplant. Darüber
hinaus finden im Monat April 4 weitere Veranstaltungen für die Kinder und
Jugendlichen statt. Ein Angebot im Rahmen des Schülerferienprogramms ist
ebenfalls geplant. Die Angebote sollen zukünftig nach Möglichkeit auch mit den
Angeboten der ab Herbst eingerichteten Werkrealschule abgestimmt werden.
Der Gemeinderat nimmt den Bericht von Herrn Reichersdorfer zur Kenntnis
und dankt ihm ausdrücklich für sein Engagement.
Werkrealschule
Oberes Filstal / Sachstandsbericht Der Vorsitzende berichtet
über den derzeitigen Stand zum Thema Einrichtung einer Werkrealschule. Die
Genehmigung der neuen Werkrealschule liegt zwar noch nicht schriftlich vor, ist
aber fest zugesagt. Die Einrichtung der Werkrealschule Oberes Filstal ist
eine Aufgabe des Schulverbands Oberes Filstal, der diese in Deggingen und in der
Außenstelle Wiesensteig einrichten wird. Am 08.04.2010 wird eine Besprechung mit
anschließender Begehung in Deggingen und Wiesensteig stattfinden. An diesen
Termin werden der Leiter des Schulamts Göppingen, Herr Polzer, die zuständige
Schulrätin, die Leiterin der Hauptschule Deggingen, die kommissarische Leiterin
der Hauptschule Wiesensteig und die zuständigen Bürgermeister sowie die
Schulverbandsverwaltung teilnehmen. Ziel ist es, die Voraussetzungen für
einen planmäßigen Start der Werkrealschule sowohl in Deggingen als auch in
Wiesensteig zum Schuljahresbeginn 2010/2011 zu schaffen. Hierzu gehören u. a.
der Mittagstisch und verschiedene Betreuungsangebote. Eine weitergehende
Betreuung der Grundschüler soll in diesem Zusammenhang ebenfalls eingerichtet
werden (ebenfalls Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung). Allerdings hat die
Erfahrung gezeigt, dass die „Verlässliche Grundschule“ gegenüber einer
Ganztagesschule das erheblich flexiblere Instrumentatrium ist. Die weitere
Entwicklung der Werkrealschule bleibt abzuwarten und hängt davon ab, wie sich
die Geburtenrate entwickelt und wie die Eltern das Angebot annehmen. Die
jetzige 8. Klasse bleibt im nächsten Schuljahr in Wiesensteig, die jetzige 7.
Klasse macht dann erstmals die neue Werkrealschule. Künftig werden dann die
Klassen 5, 6 und 7 in Wiesensteig unterrichtet. Die Schulleitung der
Werkrealschule Oberes Filstal ist sowohl für Deggingen als auch für Wiesensteig
zuständig. Ob der Konrektor in Wiesensteig oder in Deggingen seinen Amtssitz
haben wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Stelle der Grundschulleitung in
Wiesensteig soll jedenfalls wieder neu besetzt werden. Die Schulbezirke
wurden aufgehoben, somit gibt es für die Schüler keine Bindung mehr an den
Wohnort. Der Gemeinderat nimmt die Informationen zur Kenntnis.
Verschiedenes - Das Landratsamt Göppingen hat der Fa.
Con-la-natura aus Mühlhausen eine stets widerrufliche Ausnahmegenehmigung
für das Befahren von Feld- und Waldwegen auf Gemarkung mit Segways erteilt. Die
Genehmigung gilt für einen bestimmten Streckenabschnitt zunächst befristet für
die Zeit vom 01.04. bis 30.09.2010 und ist mit bestimmten Bedingungen bzw.
Auflagen versehen. So dürfen die Fahrgruppen aus max. 6 Segways bestehen und
müssen von einem verantwortlichen Ortskundigen geführt werden. Der
Gemeinderat begrüßt, dass das Landratsamt den Empfehlungen und Auflagen der
Stadt zu dieser Genehmigung gefolgt ist. - Die Verwaltung legt dem
Gemeinderat die öffentliche Offene-Punkte-Liste vor und berichtet über
den jeweiligen Sachstand. - Der Verwaltungs- und Vermögenshaushalt ist
im Entwurf fertig gestellt, eine Sitzung des Verwaltungsausschusses zur
Vorberatung des Haushalts folgt. - Ein Gemeinderat berichtet, dass es bei der
Landesregierung seit Amtsantritt von Ministerpräsident Mappus zu Änderungen
gekommen ist. So ist bspw. Umweltministerin Tanja Gönner künftig
auch für das Verkehrsressort zuständig. - Für das Grundstück des Grauen
Steins wird derzeit mit den Grundstückseigentümern eine Lösung gesucht. Hier
soll, wenn möglich ein Grundstückstausch erfolgen. Sollte dies nicht machbar
sein, werden die Grundstückseigentümer einer Freistellung und der Aufstellung
einer Hinweistafel aber zustimmen. - Beim Kriegerdenkmal sind noch
verschiedene Restarbeiten zu machen. Die Verwaltung wird dies veranlassen. -
Ein Gemeinderat weist darauf hin, dass die letzten 100 m des Kreuzweges
stark eingewachsen sind und dringend ausgelichtet werden sollten. - Die
Fortsetzung des Geopfades muss ebenfalls noch freigeschnitten werden.
Förster Ohngemach soll hierzu einen Vorschlag machen. - Aus der
Mitte des Gemeinderates wird darauf aufmerksam gemacht, dass jugendliche
Skateboarder und Mountainbiker an verschiedenen Stellen im Ort ohne
ausreichenden Schutz wie bspw. Helm sehr gefährliche Aktionen durchführen. Der
Gemeinderat ist sich jedoch einig, dass die Stadt hier nur wenig
Einflussmöglichkeiten hat. Am Stadtrand aufgestellte Skater-Anlagen werden
erfahrungsgemäß nur von wenigen genutzt. - Ein Gemeinderat macht auf
den defekten Zaun beim Kindergarten aufmerksam, der zwischenzeitlich aber
repariert ist. - Die Verwaltung berichtet auf Anfrage, dass ein
kompletter Hundekottütenspender ca. 330,- Euro inkl. Mwst kostet. Es wird
vorgeschlagen an weiteren vom Bauausschuss noch festzulegenden Stellen eine
solche Station anzubringen. Darüber hinaus sollen in einer Aktion den
Hundebesitzern Tüten zur Verfügung gestellt werden. Der
Gemeindevollzugsbedienstete soll angehalten werden, künftig auch
Verunreinigungen durch Hundekot zu melden. - Es wird vorgeschlagen, den
Spitalgarten umzugestalten oder zu vermieten. Der Bauausschuss wird sich
hierzu vor Ort ein Bild machen. - Das Eingangstor am Friedhof klemmt. -
Eine Gemeinderätin weist darauf hin, dass entlang der Zufahrtsstraße
zum Christlichen Jugenddorf die Straßenbegrenzungspfosten herausgerissen
wurden und zahlreiche Flaschen in den Wiesen liegen. Die Verwaltung wird hierzu
das CJD ansprechen. - Im gesamten Ortsgebiet müssen lose
Pflastersteine repariert werden. - Ein Gemeinderat berichtet,
dass in der Bergstraße ebenfalls ein Randstein locker ist.
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Bericht über die Gemeinderatssitzung am 8. März 2010
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Protokollbekanntgabe Der Vorsitzende gibt das Protokoll der letzten
öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Im Hinblick auf die
Geruchsbelästigung im Schöntal hat der Vorsitzende veranlasst, dass Ingenieur
Herrmann mit der Herstellerfirma der Leitung Kontakt aufnimmt und diese zur
Nachbesserung auffordert. Der Vorsitzende informiert, dass die Schule einen
Antrag auf Ausnahmegenehmigung stellen wird, so dass die Klassen 1 und 2 im
kommenden Schuljahr getrennt unterrichtet werden können.
Spendenbericht Der Vorsitzende legt dem Gemeinderat eine Übersicht
über die im Jahr 2009 und im laufenden Jahr bis zum 01.03. eingegangenen Spenden
vor. Der Gemeinderat beschließt einstimmig, die von der Verwaltung vorgelegten
Spenden entgegenzunehmen und weiterzuleiten.
Sozialfonds Der
Gemeinderat hat am 20.04.2009 beschlossen, einen Sozialfonds einzurichten. Ziel
dieses Sozialfonds ist es, hilfsbedürftige Personen im Ort zu unterstützen.
Schule, Kindergarten und Kirchen wurden über die Einrichtung des Sozialfonds
informiert und gebeten hilfsbedürftige Personen zu melden. Die Vereine werden in
der Vereinsbesprechung am 09.03.2010 noch eingehend informiert. Mit der
Vergabe der Mittel wurde der Bürgermeister beauftragt. Dieser soll einmal
jährlich mit anonymisierten Daten über die Verwendung der Mittel berichten, was
hiermit erfolgt.
Verwendungsnachweis: Einnahmen 3.150,-
Euro: aus Haushaltsmitteln 1.000,- Euro, GR aus Lebendiger
Stadtführung 2.000,- Euro, Spende Wstger Straßenmusikanten 150,- Euro
Ausgaben 780,- Euro (4 Fälle)
Der Gemeinderat nimmt den Verwendungsnachweis zur
Kenntnis.
Verschiedenes Bericht über die
Werkrealschule Die Genehmigung für die Einrichtung einer Werkrealschule
liegt zwar noch nicht schriftlich vor, wird aber erteilt. Zur Abklärung der
weiteren Vorgehensweise findet am Mittwoch, dem 17.03.2010 ein Gespräch mit
Herrn Polzer vom Schulamt statt. Dieser wird entsprechende Hilfestellungen für
die Umsetzung der Anforderungen geben, so dass die Schule bis zum Herbst
ausreichend vorbereitet ist. In diesem Gespräch wird bspw. auch der
Raumbedarf festgelegt, so dass anschließend über die weitere Verwendung der
Räumlichkeiten in der Franz-Xaver-Messerschmidt Schule beraten werden kann. -
Der Gemeinderat stimmt dem Bauantrag auf Neubau eines Wohnhauses mit Garage,
Grst. Flst.Nr. 765/8 - Schöntalweg 82, zu. Der Balkon ragt teilweise
über die Baugrenze, sollte hierfür eine Befreiung erforderlich sein, wird diese
vom Gemeinderat erteilt. - Die Verwaltung legt dem Gemeinderat die
öffentliche Offene-Punkte-Liste vor und berichtet über den jeweiligen
Stand des Verfahrens. - Auf Wunsch des Gemeinderates wurde von Ingenieur
Herrmann erneut ein Schreiben an den zuständigen Unternehmer zur Nachbesserung
des Schöntalweges in Richtung Skilifte versandt, diesmal mit Fristsetzung Ende
Mai. - Auf Anfrage berichtet der Vorsitzende über den Sachstand beim Laden
Ums Eck. Die Agentur für Arbeit hat die Unterstützung der
EinEuro-Beschäftigten von 250,- Euro/Monat auf 100,- Euro/Monat gekürzt. Somit
fehlen dem Laden Ums Eck bei 4 Beschäftigten 150,- Euro/Monat, rund 7.200,- Euro
im Jahr. Aus diesem Grund müssen Maßnahmen zur Kostenreduzierung getroffen
werden. Spenden werden künftig nicht mehr möglich sein. Weitere Informationen
folgen in nichtöffentlicher Sitzung. - Aus der Mitte des Gemeinderates wird
auf das Verkehrschaos im Ort vom vergangenen Samstag hingewiesen.
Innerhalb kürzester Zeit sind ca. 20 cm Schnee gefallen, die zu entsprechenden
Verkehrsproblemen geführt haben. Eine Lösung für künftige Fälle wird es wohl
nicht geben, da solche extremen Wetterlagen nicht beherrschbar sind. In diesem
Zusammenhang weist ein Gemeinderat erneut auf die Notwendigkeit einer
„intelligenten Verkehrsführung“ im Zuge des Neubaus der Schnellbahntrasse und
den damit verbundenen Verkehrsbehinderungen hin. - Der Gemeinderat bedankt
sich ausdrücklich für die hervorragende Arbeit des Bauhofs beim
Winterdienst. - Auf Anfrage berichtet der Vorsitzende, dass Schmelzwasser
im Spital zu Schäden in den Zimmern der Heimbewohner geführt hat. Mit dem
Einbau einer Dachrinnenheizung kann nach Einschätzung von Fachleuten die Ursache
behoben werden. Ein entsprechendes Angebot wird derzeit eingeholt. Die
Räumlichkeiten im Spital werden schnellstmöglich wieder instand gesetzt. -
Ein Gemeinderat beklagt den Zustand einer fehlenden Straßenlampe zwischen
dem Marktplatz und dem Gasthaus „Zum See“. Die Straßenlampe wurde von einem
Unbekannten beschädigt. Eine neue Lampe ist bereits bestellt. - Der
Gemeinderat bittet um Vorlage der Kosten für einen
Hundetütenautomaten.
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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 22.02.2010
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Protokollbekanntgabe Der Vorsitzende gibt das Protokoll der letzten
öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung bekannt.
Allgemeiner Kanalisationsplan - Vorstellung des Entwurfs durch
das Büro hettlerundpartner Die Ingenieure des Büros hettlerundpartner
erläutern den von ihnen aufgestellten Allgemeinen Kanalisationsplan (AKP) und
die zugehörige Schmutzfrachtberechnung. Die Erstellung eines AKP’s ist
erforderlich, um bspw. hydraulische Engpässe im Kanalnetz feststellen und
hierfür wirtschaftliche Problemlösungen aufzeigen zu können. Der letzte AKP für
die Stadt Wiesensteig wurde Anfang der 80er Jahre überarbeitet. Der neu
erstellte Allgemeine Kanalisationsplan zeigt den tatsächlichen Bestand der
Kanalisation, der Entlastungsbauwerke (Regenüberläufe und Regenüberlaufbecken)
und der Flächendaten unter Berücksichtigung von Erweiterungsflächen
(Flächennutzungsplan) auf. Das Kanalnetz von Wiesensteig hat eine Länge von ca.
12 km mit ca. 420 Haltungen. Die Entwässerung erfolgt im sog. Mischsystem, d. h.
Schmutz- und Regenwasser werden in einem gemeinsamen Kanal abgeleitet.
Entwässerungsziel ist die Kläranlage in Deggingen. Aus dem Einzugsgebiet
Wiesensteig ist ein Abfluss von 33 l/s nach Mühlhausen bzw. zur Kläranlage
Deggingen genehmigt. Die Entlastungsbauwerke wie Regenüberlaufbecken,
Regenüberläufe und Stauraumkanäle sorgen bei Regenfall für eine geordnete
Ableitung des erhöhten Mischwasseraufkommens. Wiesensteig hat 3
Regenüberlaufbecken (RÜB) und 3 Regenüberläufe (RÜ) mit einem Gesamtvolumen von
insgesamt ca. 460 m³. Für die Berechnung der Regenmengen wurden
Starkniederschlagshöhen aus dem KOSTRA-Atlas des Deutschen Wetterdienstes für
den Bereich Wiesensteig herangezogen, üblicherweise ausgehend von einem
Regenereignis pro Jahr. Im Zuge einer hydrodynamischen Berechnung wird die
Wasserspiegellage („Rückstauebene“) ermittelt und das Kanalnetz „oberhalb“ und
„unterhalb“ einer Kanalhaltung betrachtet. In diesem Zusammenhang wird auf die
Verpflichtung der Gebäudeeigentümer hingewiesen, eine Rückstauklappe einzubauen.
Die Stadt haftet nur dann, wenn bspw. Wasser aus den Schächten über die Straße
in die Gebäude gelangt. Hierzu soll ein entsprechender Hinweis im
Mitteilungsblatt veröffentlicht und die Gebäudeeigentümer in gefährdeten
Bereichen hingewiesen werden. Ergebnis der hydrodynamischen Berechnung ist,
dass an 15 Haltungen auf einer Länge von insgesamt ca. 580 m der Kanal
ausgewechselt bzw. vergrößert werden sollte. Grobkostenschätzung: ca. 450.000,-
Euro inkl. Baunebenkosten. Betroffen sind ein Teil der Bergstraße und der
Sommerbergstraße sowie 2 Abschnitte im Schöntalweg. Zeitvorgaben für die
Sanierung der Kanäle bestehen nicht. Aus diesem Grund wird im Rahmen einer
Risikoabschätzung eine Prioritätenliste erstellt werden. Aus heutiger Sicht
sollte ein Teilstück im Schöntalweg auf Höhe der Fa. Weinmayr ausgewechselt
werden. Eine Verrechnung dieser Kosten mit der Abwasserabgabe ist nicht
möglich. Die Baugebiete im Schöntal sind für die hydraulische Überlastung
des Kanals im Schöntalweg nicht ursächlich. Die Berechnung der
Schmutzfracht erfolgt über eine Langzeitsimualtion mit synthetischen
Regendaten vom Landesamt für Umweltschutz in Baden-Württemberg in einem
Auswertungszeitraum von 30 Jahren. Ergebnis dieser Berechnung ist, dass für eine
genehmigungsfähige Regenwasserbehandlung das zusätzliche Volumen der umgebauten
Kläranlage erforderlich ist. Darüber hinaus ist der Drosselabfluss des
bestehenden RÜB E (Hauptstraße) zu erhöhen. Besonders erfreulich ist, dass kein
zusätzliches Regenüberlaufbecken erforderlich ist. Das geplante RÜB F muss somit
nicht gebaut werden. Allerdings sollte das RÜ 107, das in den Gießbach
entwässert, verbessert werden. Die Kosten hierfür liegen im unteren 5stelligen
Bereich und sind somit wesentlich geringer als die Kosten für den Bau eines
Regenüberlaufbeckens. Das Büro hettlerundpartner wird die erstellte
Schmutzfrachtberechnung beim Landratsamt einreichen, so dass eine Genehmigung
für den Verzicht auf das RÜB F erteilt und der vorsorglich eingestellte
Planansatz im Haushaltsplan gestrichen werden kann. Die weitere Vorgehensweise
soll im Bauausschuss besprochen werden. Besonders gelobt wird in diesem
Zusammenhang die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden des Landratsamts
Göppingen.
Geruchsbelästigung im Schöntal: Eine erste Untersuchung durch das
Büro hettlerundpartner lässt vermuten, dass die Geruchsbelästigung im Schöntal
auf einen neuen Kanalanschluss zurückzuführen ist. Die Stadt wird sich mit dem
Betreiber dieser privaten Kanalleitung in Verbindung setzen.
Vertrag zur Fortführung des Pädagogischen Fachdienstes 2010 –
2015 Der Pädagogische Fachdienst wird von Kindergärten bei
verhaltensauffälligen Kindern herangezogen. Die Leistungen des Pädagogischen
Fachdienstes wurden bisher schon vom Kindergarten in Anspruch genommen und
positiv bewertet. Aus diesem Grund wird die Fortsetzung des Vertrags für die
Jahre 2010 bis 2015 ausdrücklich befürwortet. Der Gemeinderat stimmt der
Fortsetzung des Vertrags für die Jahre 2010 bis 2015 zu. Kosten: 377,- Euro pro
Gruppe und Jahr.
Verschiedenes - Die Verwaltung legt dem Gemeinderat die
öffentliche Offene-Punkte-Liste vor. - Der Vorsitzende informiert,
dass im Landratsamt Göppingen ein Informationsgespräch zum Thema
Schwerlastverkehr von Seiten des Landesregierung geplant ist. Das im
Gemeindeverwaltungsverband Oberes Filstal vorgesehene Gespräch mit den
Abgeordneten wird anschließend, noch vor der Sommerpause, durchgeführt. -
Laut Zeitungsbericht werden die Werkrealschule und die Ganztagesschule in
Wiesensteig genehmigt. Eine offizielle Benachrichtigung ist jedoch noch nicht
erfolgt. - Das Ingenieurbüro Herrmann hat den zuständigen Bauunternehmer für
die Nachbesserung des Schöntalweges in Richtung Skilifte schriftlich zur
Durchführung der Arbeiten aufgefordert. Der Gemeinderat bittet um eine erneute
Aufforderung mit Fristsetzung. - Der Haushaltsplan für das Jahr
2010 soll Ende März im Verwaltungsausschuss vorberaten werden. - Der
Vorsitzende berichtet über eine „Kleine Verkehrsschau“ mit dem
Landratsamt Göppingen: Anbringung eines Verkehrsspiegels gegenüber der
Ausfahrt vom Schloss: die Anbringung obliegt der Stadt. Der Bauausschuss wird
sich vor Ort ein Bild machen. Halteverbot in Seitengassen: Das Landratsamt
rät von einer zusätzlichen Beschilderung ab, da die Vorschriften der
Straßenverkehrsverordnung gelten. Verkehrsspiegel Linksabbieger Hauptstraße /
Seestraße: Wird vom Landratsamt nicht befürwortet, der Mittelstreifen könnte
allerdings neu aufgezeichnet werden. Ein Grundstückseigentümer im dortigen
Bereich soll aufgefordert werden, seine Hecke zurückzuschneiden. Einmündung
der Bergstraße in die Sommerbergstraße, unterhalb Dr. Röll: Das Landratsamt
empfiehlt die Beibehaltung der momentanen Regelung. Der Gemeinderat beauftragt
den Bauausschuss mit der erneuten Inaugenscheinnahme vor Ort. - Ein
Gemeinderat weist darauf hin, dass im kommenden Schuljahr 14 Kinder eingeschult
werden. Dies bedeutet, dass die Klassen 1 und 2 zusammengelegt werden. Bei einer
Schülerzahl von 15 werden die Klassen geteilt. Die Verwaltung soll die
Schulleitung bitten, einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung zu stellen, so
dass die Klassen auch bei einer Schülerzahl von 14 in 2 Klassen unterrichtet
werden.
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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 25.01.2010
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Bürgerfragestunde Ein Bürger schlägt vor, die Wegeverbindung von
der Papiermühle zum Bahnhöfle im Winter vom Bauhof räumen zu lassen. Der
Vorsitzende erteilt dem ebenfalls anwesenden Heiner Rothfuß spontan den Auftrag
(gegen Entgelt), diese Wegstrecke auch zu räumen. Herr Rothfuß führt im dortigen
Bereich bereits Räumarbeiten im Winter
durch.
Protokollbekanntgabe Der Vorsitzende gibt das Protokoll
der letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzung vom 09.11. und 30.11.2009
sowie der nichtöffentlichen Sitzung vom 14.12.2009 bekannt. Der Vorsitzende
gibt bekannt, dass der neue Bürgermeister Gebhard Tritschler sein Amt am
13.05.2010 antreten wird. Somit verlängert sich die Amtszeit von Herrn
Bürgermeister Apelt bis zum 12.05.2010.
Schönstes Wiesensteiger
Weihnachtshaus Der Gemeinderat hat sich Ende letzten Jahres dafür
ausgesprochen, das schönste Wiesensteiger Weihnachtshaus auszuloben. Am
28.12.2009 hat sich das Gremium mehrheitlich dafür entschieden, die folgenden
Gebäude mit einem 1. Preis zu bedenken: Familie Thiel, Seestraße
74 Familie Jochum, Bahnhofstraße 39 Frau Kneer, Hauptstraße 39 Für
einen originellen Weihnachtsstern erhält Frau Lenk, Filsstraße 3/1, einen
Sonderpreis. Der Vorsitzende gratuliert den anwesenden Preisträgern im Namen
des Gemeinderates und überreicht jedem Gewinner einen Einkaufsgutschein vom
Laden Ums Eck in Höhe von je 30,- Euro.
Jahresrechnung 2008 / Feststellung Die
Jahresrechnung wurde in der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 14.12.2009
bereits ausführlich beraten. Da der Beschluss aber in öffentlicher Sitzung
zu fassen ist, erläutert der Vorsitzende erneut die wichtigsten Eckdaten des
Rechenschaftsberichts zum Rechnungsabschluss 2008. Die Jahresrechnung 2008 ist
in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen. Die einzelnen Sachbuchteile schlossen
wie folgt ab: Verwaltungshaushalt (VwH) 4.548.438,04
Euro Vermögenshaushalt (VmH) 529.780,11 Euro Sachbuch für
haushaltsfremde Vorgänge (ShV) 1.698.433,49
Euro Gesamtabschluss 6.776.651,64 Euro
Die Zuführung zum
Vermögenshaushalt beläuft sich auf 430.069,07 Euro, die Nettoinvestitionsrate
liegt bei 313.090,47 Euro. Der Allgemeinen Rücklage können 311.111,85 Euro
zugeführt werden. Die ordentliche Kredittilgung liegt bei 116.978,60 Euro.
Fehlbeträge aus Vorjahren waren nicht abzudecken. Auf Anfrage in der letzten
GR-Sitzung erläutert der Vorsitzende, dass die hohen Bauhofleistungen im Jahr
2008 auf umfangreiche Arbeiten im Außenbereich zurückzuführen sind. Es wurden
Platten neu verlegt, Bäume und Hecken zurückgeschnitten.
Der Gemeinderat fasst einstimmig den folgenden Beschluss: 1. Die
Jahresrechnung 2008 wird in der vorstehend beschriebenen Form mit Soll-Einnahmen
und Soll-Ausgaben von je 6.776.651,64 Euro festgestellt. 2. Den
erheblichen über- und außerplanmäßigen Ausgaben wird, soweit erforderlich und
noch nicht geschehen, zugestimmt. 3. Die der Jahresrechnung angeschlossene
Übersicht über den Stand des Anlagevermögens wird zur Kenntnis
genommen.
Interkommunaler Kostenausgleich für die
Kindertagesbetreuung - Öffentlich-rechtlicher Vertrag Dieser
Tagesordnungspunkt wurde in der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am
14.12.2009 bereits ausführlich beraten. Der Beschluss über den
öffentlich-rechtlichen Vertrag ist jedoch in öffentlicher Sitzung zu fassen,
weshalb der Vorsitzende den Inhalt nochmals kurz erläutert: Zum 01.01.2009
ist die Neufassung des Kindertagesbetreuungsgesetz (KiTaG) rückwirkend in Kraft
getreten. § 8a KiTaG n.F. regelt nunmehr gesetzlich verpflichtend, dass zwischen
den Standortgemeinden und den Wohnsitzgemeinden ein Kostenausgleich für die
Betreuung auswärtiger Kinder zu erfolgen hat. Dies bedeutet, dass für Kinder,
die außerhalb der Wohnsitzgemeinde betreut werden, ein Ausgleich an die Gemeinde
oder Stadt, in der die Betreuung in Anspruch genommen wird, bezahlt werden muss.
Der Gemeindetag hat einen öffentlich-rechtlichen Vertrag für jeden Landkreis
vorbereitet, mit welchem sich die Städte und Gemeinden innerhalb des Landkreises
wie auch kreisübergreifend auf die Umsetzung eines Interkommunalen
Kostenausgleichs in Form der empfohlenen Pauschalbeträge verpflichten. Der
Vertrag tritt rückwirkend zum 01.01.2009 in Kraft und wird auf unbestimmte Zeit
geschlossen.
Der Gemeinderat fasst einstimmig folgenden
Beschluss: 1. Zur Umsetzung des Interkommunalen Kostenausgleichs nach § 8
KiTaG erfolgt die Abrechnung nach den vom Gemeinde- und Städtetag empfohlenen
Pauschalbeträgen. 2. Die Verwaltung wird ermächtigt, den diesbezüglichen
öffentlich-rechtlichen Vertrag zur pauschalen Abrechnung zwischen den Städten
und Gemeinden des Landkreises Göppingen abzuschließen.
Satzung zur
Änderung der Satzung über die öffentliche Abwasserbeseitigung
(Abwassersatzung) Mit Urteil vom 19.03.2009 hat der
Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg entschieden, dass eine
Abwassersatzung, die die Abwassergebühren nach dem Frischwassermaßstab bemisst,
mit dem allgemeinen Gleichheitssatz unvereinbar ist, wenn sie nicht in die
Kanalisation eingeleitete Wassermengen, nur insoweit gebührenfrei lässt, als sie
jährlich 20 m³ übersteigen. Der Nachweis muss mit einem, den eichrechtlichen
Vorschriften entsprechenden Wasserzähler geführt werden. Ebenfalls gegen den
Gleichheitssatz verstößt der Verzicht auf eine Bagatellgrenze für
landwirtschaftliche Betriebe. Aus diesem Grund hat der Gemeindetag das
Satzungsmuster überarbeitet und empfiehlt, die als Anlage beigefügte Änderung
der Abwassersatzung. Demnach wird die Bagatellgrenze mit 20 m³ zwar
unverändert beibehalten, allerdings wird die Satzung dahingehend ergänzt, dass
die Bagatellgrenze dann keine Anwendung findet, wenn die nicht eingeleitete
Frischwassermenge mit einem Zwischenzähler exakt festgestellt wird. In der
anschließenden Diskussion wird aus der Mitte des Gemeinderates darauf
hingewiesen, dass die in der Satzungsänderung vorgesehenen Pauschalsätze für
Vieheinheiten Ihrer Ansicht nach nicht den heutigen Kenntnissen entsprechen. Die
Absetzungspauschale von 15 m³/Jahr für Rinder sei für einen Milchviehbetrieb zu
niedrig. Eine Milchkuh braucht täglich etwa 90 l Wasser, somit wären pro Jahr
rund 32 m³ anzusetzen. Der Vorsitzende weist darauf hin, dass es sich bei der
Satzungsänderung um eine Mustersatzung des Gemeindetags handelt. Es wird daher
davon ausgegangen, dass die angesetzten Pauschalen je Vieheinheit mit dem
Bauernverband abgesprochen sind, was teilweise bezweifelt wird. Auswirkungen
für die Landwirtschaft hat diese Regelung jedoch erst dann, wenn ein Anschluss
an die öffentliche Abwasserbeseitigung erfolgt ist, was derzeit nicht der Fall
ist. Nach eingehender Beratung beschließt der Gemeinderat bei 1
Enthaltung, die von der Verwaltung vorgestellte Satzung zur Änderung der
Abwassersatzung. Parallel hierzu sollen die Absetzungspauschalen je Vieheinheit
überprüft werden.
Satzung zur Änderung der Hauptsatzung Der
Gemeinderat hat die Ausschüsse für die neue Legislaturperiode neu festgelegt.
Aus diesem Grund ist der § 3 Beratende Ausschüsse in der Hauptsatzung zu
ändern. Der Gemeinderat stimmt der von der Verwaltung vorbereiteten
Änderung der Hauptsatzung einstimmig zu.
Verschiedenes - Die Verwaltung legt dem Gemeinderat die
öffentliche Offene-Punkte-Liste vor und streicht bereits erledigte
Aufgaben. - Der Vorsitzende berichtet kurz über die 2. Seniorenmesse,
die am vergangenen Sonntag in der Alten Turnhalle stattgefunden hat. Die
Veranstaltung hat reges Interesse gefunden. - Die CMT 2010, die vom
16.01. bis 24.01.2010 dauerte, fand ebenfalls großes Interesse. Vor allem die
Themen Wandern und Radfahren wurden häufig nachgefragt. Der Vorsitzende dankt
den Mitwirkenden und Verantwortlichen für ihr Engagement. - Ein
Gemeinderat macht auf die defekten Handtuchspender im Schloss
aufmerksam. - Auf Anfrage aus der Mitte des Gemeinderates hat der
Vorsitzende verschiedene Verkehrsprobleme mit dem Landratsamt vor Ort in
Augenschein genommen. Ein Bericht hierüber folgt in der nächsten
Gemeinderatssitzung. - Der Gemeinderat erinnert an das im vergangenen Jahr
beschlossene „Konfettiverbot“ beim Rosenmontagsumzug. Die
Fasnetsgesellschaft hat die am Umzug teilnehmenden Gruppen schriftlich darauf
hingewiesen. - Aus der Mitte des Gemeinderates wird darum gebeten, die
Beschilderung der neuen Wanderwege des Helfensteiner Landes nochmals zu
überprüfen. An verschiedenen Stellen fehlen Schilder. - Der Hinweis über das
Verbot zum Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände (Feuerwerkskörper) in
der unmittelbaren Nähe von Fachwerkhäusern soll nach Ansicht des Gemeinderates
in diesem Jahr durch eine entsprechende Beschilderung noch mehr verdeutlicht
werden.
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